Ganztagsschule
Seit 2005 gibt es an der Johannes Schule eine freiwillige Ganztagsschule (FGTS), um berufstätigen Eltern die Betreuung ihrer Kinder zu ermöglichen. Ab 12 Uhr können sich die Schülerinnen und Schüler der 1. – 12. Klasse dort einfinden, wenn ihr Schulunterricht beendet ist. Alle Kinder nehmen am gemeinsamen Mittagessen teil. Anschließend begeben sich die Schülerinnen und Schüler in die Hausaufgabenbetreuung. Dort stehen ihnen Pädagog:innen bei der Erledigung ihrer Aufgaben zur Seite.
In der FGTS gibt es eine „Kurze Gruppe“ und eine „Lange Gruppe“. Für Kinder, die in der „Kurzen Gruppe“ angemeldet sind, endet die Betreuung um 15 Uhr. Für alle, die in der „Langen Gruppe“ angemeldet sind, endet die Betreuung spätestens um 17 Uhr.
Ab 15 Uhr gibt es in der FGTS verschiedene Freizeitangebote. Die Kinder können malen, lesen, filzen, backen, basteln, tanzen und musizieren. An einem Wochentag gehen alle aus der „Langen Gruppe“ mit den Mitarbeiter:innen der FGTS in den Wald. Es besteht auch die Möglichkeit, einmal pro Woche an einem vogelkundlichen Nachmittag teilzunehmen. Prinzipiell befürworten die Mitarbeiter:innen der FGTS für die Kinder den Aufenthalt in der Natur. Dort besteht die Möglichkeit, den Schulstress abzubauen und die wohltuende Wirkung der Natur zu genießen.
Um ca. 16 Uhr 30 enden die Aktivitäten in einer gemeinsamen Abschiedsrunde, in der die Kinder die Möglichkeit haben, über ihre Erlebnisse zu berichten. Die Eltern holen ihre Kinder ab 16 Uhr 45 ab.
Ziel ist es – neben der Erledigung der Hausaufgaben – mit den Kindern und Jugendlichen eine soziale und altersübergreifende Gemeinschaft zu schaffen. Es soll nicht nur beschäftigt, sondern der Nachmittag soll sinnvoll und gemeinschaftlich gestaltet werden.
Besonders wichtig sind dabei der Aufenthalt in der Natur, die Gruppenspiele und die Wahrnehmungs- und Sinnesschulung.
Die Kinder und Jugendlichen können lernen, dass Freizeitgestaltung ein wesentlicher Bestandteil des Lebens ist. Gerade die drohende Vereinsamung (u. a. verursacht durch die tägliche, stundenlange Nutzung digitaler Medien) und das Stigma des „Anders Seins“ führen dazu, dass die Kinder der Johannes-Schule z.B. in wohnortnahen Vereinen oft keinen Zugang finden. Häufig fehlen auch Freunde und Kameraden auf den Straßen, in denen die Kinder wohnen. Klassenkameraden wohnen meist weiter weg und können nicht einfach am Nachmittag besucht werden, da die Johannes-Schule ein großes Einzugsgebiet aufweist. Hier kann die FGTS eine Chance sein, Kinder und Jugendliche zusammen zu bringen. Eltern müssen nicht lange und umständliche Wege in Kauf nehmen, um ihre Kindern eine soziale Anbindung zu ermöglichen.
In der FGTS werden die Schülerinnen und Schüler von Fachpersonal, welches sich aus pädagogischen Fachkräften, Heilpädagog:innen, Erzieher:innen, Integrationshelfer:innen und Lehrer:innen zusammensetzt, betreut.